Dienstag, 29. Mai 2007
Altenrhein - Reich der Vögel und Tiere
An diesem herrlichen Tag beobachteten wir im Rheinspitz viele verschiedene Vögel. Die Stille um uns war einzigartig. Ausser das Gezwitscher dieser Tiere war überhaupt nichts zu hören. Dies genossen wir unheimlich. Wir überlegten uns, wesshalb man eingentlich (wir sind da auch eingeschlossen) immer die Ferne sucht und auf weite Reisen geht, um irgendwelche tolle Ferien zu erleben. Man findet in dieser Region eine unglaubliche Artenvielfalt vor, von welcher viele Bewohnerinnen und Bewohner dieser Region nicht einmal Kenntnis haben. Einige Mövenarten sind beispielsweise in der Schweiz und auch in Europa vom Aussterben bedroht. Ich habe mir sagen lassen, dass es gerade von diesen Species in der Region Bodensee noch "viele" davon hat. Dies ist eigentlich eine unglaubliche Sache!!
Für den zukünftigen Schulunterricht heisst dies für mich, dass ich das Thema Vögel für die Primarstufe ausgesprochen sinnvoll finde. Dies gilt auch auch für diese Thematik: Nicht einfach alle Teile des Knochengerüsts eines Vogel (ist schon auch wichtig) auswendig lernen. Vielmehr sollten Fragen in Zusammenhang mit dem Umweltschutz, der aktuellen Klimaproblematik oder der Nutzung unseres Lebensraum im Zusammenhang angesprochen werden.
MaMo
Montag, 28. Mai 2007
Rückmeldung zu den Posts bis 25. Mai und der Gruppenarbeit vom 21. Mai
Eure Vernetzungsbeispiele haben mir eingeleuchtet. Bei den Posts zur Motivation ist mit der von aebius aufgefallen: Anders sein wollen als Durchschnittsschweizer kann durchaus auch eine Motivation sein! Bei den Schulthemen für BNE habe ich beim Text von Rainer gestutzt: Was wird in diesem Text unter "Forschung" verstanden? Wenn da "Erforschung und Eroberung"- gemeint ist, dann kann ich den spekulativen Text noch halbwegs begreifen, aber trotzdem, die Welt ist nun mal so, wie sie ist und Fehler können nicht rückgängig gemacht , sondern es muss vorwärts geschaut und sinnvoll gehandelt werden.
Zu eurer Gruppenarbeit: Ich denke, dass ihr die wichtigsten Punkte begriffen habt. Das Abfallsammeln im Wald als weiterführende Idee finde ich nicht sehr sinnvoll, obwohl das häufig gemacht wird: Die Kinder sammeln den Abfall anderer und dies hat keine Auswirkungen auf das Fehlverhalten dieser anderen.
C. Stucky
Freitag, 25. Mai 2007
Armut - ein Gemach des Menschen?
Auf der ganzen Welt herrscht Armut. Sei dies in Europa mit Familien, welche unter misslichsten Bedingungen leben müssen, in Südamerika, wo wir täglich grauenvolle Bilder zu sehen bekommen oder in Afrika, wo fasst jedes zweite Kind unterernährt ist.... Diese Liste könnte noch lange erweitert werden, doch ich frage mich, warum diese Menschen plötzlich in Armut leben müssen?!
Kann es sein, dass durch die Forschung von uns Reichen solche Lebensqualitäten aufgedeckt wurde und wir mit unserem Wohlstand grosse Töne über den „schönen“ Lebensstil von uns gaben?
Kann es sein, dass wir begannen diese Länder mit irgendwelchen Spenden zu beglücken, obwohl sie gar nicht wussten was damit anzufangen? Kann es sein, dass diese Länder durch unsere Mithilfe „das europäische Glück“ sahen und erreichen wollten, obwohl dies von den Gegebenheiten überhaupt nicht möglich ist? Kann es sein, dass der europäische Lebensstil überhaupt nicht nach Afrika oder Südamerika passen würde?
Was wäre, wenn wir nie mit Forschungen begonnen hätten? Kann es sein, dass wir Europäer unser Leben leben würden und die Afrikaner ihres? Sie würden ihr traditionelle Leben weiter führen ohne TV, Computer, etc! Sie wären glücklicher, da sie nie mitbekommen würden, was möglich wäre.
Ich bin auf eure Reaktionen gespannt!!!
Komme ich noch kurz auf die Schule zu sprechen: Ich finde es wichtig, dass wir den Kindern aufzeigen in welchem Wohlstand wir aufwachsen. Denn gerade die Kinder wollen immer alles und sind unglücklich, wenn sie einmal etwas nicht bekommen. Solche Themen sollte man unbedingt im Schulzimmer thematisieren, denn es bringt die Kinder zum Nachdenken (auch wenn dies nur für kurze Zeit ist, aber sie denken nach).
Ich bin auf eure Reaktionen gespannt!!!
Donnerstag, 24. Mai 2007
Agenda 21 in der Schule
Folgende Sätze in diesem Artikel fand ich besonders spannend: „Die Agenda 21 trägt insbesondere das Antlitz von Kindern. In den Chancen der Kinder dieser Einen Welt in Gegenwart und Zukunft wird die intergenerationelle Gerechtigkeit real – oder es wird keine ingergenerationelle Gerechtigkeit in Globaler Partnerschaft geben.“ Wenn nicht wir Lehrpersonen die Kinder – unsere Zukunft – auf die Agenda 21 sensibilisieren und sie dazu anregen, nachhaltig zu handeln, wer macht es sonst???
Nun möchte ich etwas konkreter werden. Was kann ich in der Schule machen? Ich möchte einige Punkte aufzählen, die ich in der Lektüre als spannend erachtet habe: Was ich sehr gerne mal mit meinen Kindern machen möchte, sind die öffentlichen Präsentationen. Man könnte in der Klasse ausrechnen, wie viel CO2-Ausstoss eine vierköpfige Familie in einem Tag macht. Diese Menge könnte man mit Steinen darstellen und nebenan die Steine (CO2- Ausstoss) hinlegen, die eine vierköpfige afrikanische Familie produziert. Diese „Produkte“ könnte man in einem Schaufenster eines Warenhauses ausstellen und mit Plakaten Erklärungen abgeben.
Eine andere Variante wäre eine Zusammenarbeit mit ausserschulischen Partnern. Da könnte man, um gleich auch noch auf unser Blogthema zu sprechen zu kommen, einen Tierschützer ins Schulzimmer einladen, der uns erzählen kann, was wir gegen das Artensterben unternehmen können.
Mich beeindruckte zudem, dass es Agenda 21 Schulen gibt, die in ihren Schulprogrammen ihre Leitsätze zur Nachhaltigen Entwicklung formuliert haben. Ich denke, man könnte auch bei uns in den Schulen solche Leitsätze in die Leitbilder aufnehmen.
Schlussendlich empfinde ich es einfach als sehr zentral, dass wir unseren Kindern die Probleme dieser Welt und die Agenda 21 vor Augen halten und ihnen Wege aufzeigen, wie wir nachhaltig handeln können.
Dienstag, 22. Mai 2007
Die rund 40 Agendakapitel, welche die drei Dimensionen nachhaltiger Entwicklung Ökologie, Ökonomie und Soziales berühren, bergen für den alltäglichen Schulunterricht enorm viel Potential. Ich wünsche mir sehr, immer wieder einzelne Aspekte dieses Potentials in meinem zukünftigen Unterricht einbauen zu können. Dabei möchte ich hauptsächlich auf eine optimale Vernetzung achten: Gegenwart mit Zukunft, Umwelt mit Wirtschaft und Sozialem und lokale mit globale Aspekte sollen miteinander in Verbindung gebracht werden.
Nehmen wir das für unser Leben bedeutende Agendakapitel Wasser. Dieses grundlegende Element ist bei uns in Europa normalerweise genügend vorhanden. Doch in den letzten Wochen war auch in einigen höher gelegenen Gebieten der Schweiz das Wasser teilweise Mangelware. Wichtig ist somit für den Unterricht, dass man dieses Element auf jeden Fall mehrperspektivisch betrachtet. Im sozialen Bereich kann beispielsweise der Wasserhaushalt, die Wasserversorgung oder der in vielen Ländern herrschende Wassermangel thematisiert werden. Im Bereich der Ökologie das Element selbst, welches im direkten Zusammenhang mit dem Wetter und beispielsweise mit Umweltkatastrophen steht. Aus ökonomischer Sicht geben immer wieder Wasserkraftwerke, Kläranlagen oder auch das Trinkwasserversorgungsnetz zu reden. Ich könnte an dieser Stelle noch tausend weitere Beispiele nennen. Auch ist es schwierig, diese drei Dimensionen auseinander zu halten. Alles ist miteinander vernetzt. Aus meiner Sicht ist es in einem Schulzimmer nicht sinnvoll, das Element Wasser zu untersuchen und Begriffe sinnlos auswendig zu lernen. Ich wünsche mir vielmehr ein mehrdimensionales Denken in unseren Schulzimmern.
Ein Problem, welches ich auch während meinem Unterrichten immer wieder feststellte, war, dass Umweltwissen zwar erhöhtes Bewusstsein für Gefahren zeugt und wir sie schützen müssen. Doch es klafft meistens eine Lücke zum wirklichen Handeln. Deshalb sind wir in der Schule gefordert, Wertediskussionen zu führen und besondere Anreize für Kinder zu schaffen, um die Schülerinnen und Schüler zum aktiven Tun zu bewegen. Ziel des Globalen Lernens ist es aus meiner Sicht, Alltägliches im globalen Zusammenhang zu sehen wie beispielsweise der tägliche Wasserverbrauch eines Menschen oder einer ganzen Nation. Auch sollte es möglich sein, am einzelnen Thema eine persönliche Einstellung zu entwickeln. Zum Beispiel verurteilen Schülerinnen und Schüler das Abzapfen des Wassers aus dem zwischen Kasachstan und Usbekistan liegenden Aralsee um Nahe gelegene Golfplätze und Hotelanlagen für Touristen zu bewässern. Schliesslich sind es dann die Kleinbauern und Haushalte, welche mit einem Wassermangel zu kämpfen haben.
Aus meiner Sicht muss eine Lehrkraft den Schülerinnen und Schülern solche Inhalte nicht vorkauen, sondern sie müssen mit diesen Thematiken und Informationen selbst ein Weltbild sich ein eine Meinung bilden können.
MaMo
Montag, 21. Mai 2007
Gruppenbeitrag
1. Plakatwahl
US / MS Wald
2. Gründe für die Wahl
· Zugänglich
· Aktuell
· Gibt immer weniger Kinder, die etwas über Natur wissen
· Kinder gehen immer seltener in den Wald
· Lehrplanbezug
3. Unterschied zu herkömmlicher Unterrichtseinheit
· Entdeckend
· Handlungsorientiert / lebensnah
· Findet vor Ort statt
· Wald als Schulzimmer (ausserschulischer Lernort)
· Wenige dafür qualitativ hochstehende Experimente
· Andere Perspektive
4. Teilkompetenzen
· Sie kennen Ursachen sowie Folgen aktueller Trends der gesellschaftlichen Entwicklung und können Vor- und Nachteile diskutieren, die sich daraus für verschiedene Akteurgruppen, für die natürliche Umwelt und für die Gesamtgesellschaft ergeben.
· Sie können die Eintretenswahrscheinlichkeit von Zukunftsszenarien beurteilen.
· Sie können die Reichweite ihres eigenen Wissens einschätzen und sind bereit, ihre eigene Perspektive zu der Anderer in Beziehung zu setzen und zu hinterfragen.
· Sie sind bereit, individuell und kollektiv Verantwortung zu übernehmen für die Lebensumstände ihrer Mitmenschen, künftiger Generationen und nicht-menschlicher Lebewesen.
5. Didaktischen Prinzipien?
· Visionsorientierung
o Vision: Was wäre wenn es keinen Wald gäbe?
· Handlungs- und Reflexionsorientierung
o Waldgang
o Was braucht der Mensch? (siehe Plakat unten rechts)
· Entdeckendes Lernen
o Welche Funktionen hat der Wald?
· Vernetzendes Lernen
o Der Mensch braucht – der Wald braucht?
· Zugänglichkeit
o Lebensnah
o Waldgang
· Partizipationsorientierung
o Durch viele Reflexionen wird Partizipation selbstverständlich
6. Weitere Teilkompetenzen und Konkretisierungen
· Sie erkennen, dass Fragen im Zusammenhang mit Nachhaltiger Entwicklung komplex sind und mit Wertentscheidungen einhergehen.
o Im Sinne, dass die Kinder erkennen, dass Nachhaltige Entwicklung nicht nur eindimensional sonder auch ökologisch-sozial und wirtschaftlich ist.
· Sie können beurteilen, wo und auf welcher Art und Weise sie selber einen Beitrag zur gesellschaftlichen Entwicklung in Richtung Nachhaltigkeit leisten können, und sie können die mögliche Wirkung dieser Einflussnahme abschätzen, um gestützt darauf zu entscheiden, ob ein entsprechender Einsatz sinnvoll ist.
o Abfall im Wald sammeln (jährliche Waldsäuberung fix im Schulprogramm)
7. Umsetzungsmöglichkeit eines / mehrerer did. Prinzipien
· Vernetzendes Lernen – Zugänglichkeit
o Sinne im Wald wahrnehmen
§ Nacht im Wald verbringen
§ Tiere beobachten
§ Sehen – hören – fühlen – riechen
§ Wasserrad aus Schwemmholz bauen
· Entdeckendes Lernen
o Was findet man auf einem m2?
Samstag, 19. Mai 2007
Unseren Kindern zuliebe...
Meine Motivation, nachhaltig zu leben, schliesst auch noch andere Gründe mit sich: Als Naturfreak und Wandervogel liegt mir die Schönheit und Vielfalt der Natur besonders am Herzen. Ich wünsche mir, dass ich meinen Kindern diese Schönheit zeigen kann und ihnen bewusst machen, dass der Mensch viel von der Einzigartigkeit der Natur zerstört.
Leider bin auch ich nicht immer ein Vorbild. Wenn ich an meine lang ersehnten Sommerferien denke, überschattet ein nachhaltiger Gedanke meine Vorfreude ein wenig. Ich gehöre zu den ewigen Sommertouristen, die in den Ferien ans Meer fliegen – und dies mache ich nicht zum ersten Mal… Um mein Gewissen zu beruhigen, habe ich auf myclimate.ch den CO2-Ausstoss berappt. Eigentlich müsste dieser Beitrag obligatorisch werden – wenn man sich schon Ferien leisten kann, dann kann man auch noch die paar Franken für den CO2-Ausstoss aufbringen.
Abgesehen von den Flugreisen, die ich unternehme, muss ich noch zugeben, dass ich eine Autolenkerin bin, die sehr oft alleine im Auto unterwegs ist. Hier geht es schlichtweg um den Luxus und die Freiheit, die ich geniesse, ein Auto zu haben. Ist kein Auto vorhanden, ist man halt schon etwas gebundener: Man ist auf die öffentlichen Verkehrsmittel angewiesen, die nicht immer dann fahren, wenn man es möchte. Ich geniesse meine Abhängigkeit und Autonomie mit dem Auto und ich würde es ehrlich gesagt vermissen, wenn ich keines mehr hätte…
Nun noch zu unserem Gruppenblogthema: Obwohl ich ein tierliebender Mensch bin, trage ich nicht aktiv dazu bei, Tierarten zu schützen. Wahrscheinlich werde ich in naher Zukunft bereit sein, Geld zu spenden für solche Zwecke und natürlich noch nachhaltiger zu handeln als bisher.