Montag, 18. Juni 2007

Letzte Rückmeldung

Liebe Gruppe
Ihre Protokolle sind in Ordnung. Sie erhalten die entsprechenden ECTS-Punkte. Ich hoffe, dass Nchhaltigkeit weiterhin ein Thema sein wird in Ihrem Leben und wünsche Ihnen viel Erfolg bei den Schlussprüfungen.
C. Stucky

Montag, 11. Juni 2007

Thema „Laptop“

Betroffenheit

Bedingung für den Besuch der PHR ist ein eigener Laptop.

Durch die allgegenwärtige Wireless-Verbindung ist es zur Selbstverständlichkeit geworden, „noch schnell die Mails zu checken“, Gratis-SMS zu verschicken, eigenen Interessen nachzugehen und Zusammenfassungen auszutauschen.

Die Stunden vor dem Bildschirm haben sich vervielfacht, so auch der Papierverschleiss.
Das eigenhändige Gestalten tritt zunehmend in den Hintergrund. Kaum jemand gestaltet ein Titelblatt noch von Hand (und wers tut, bekommt einen Rüffel).

Analyse der Bedürfnisse

- „Up to date“ sein: Weltnews, PHR, Vereine, Privates, etc.
- Attraktive Arbeiten in kürzester Zeit fertig stellen
- Vereinfachung in der Ablage verschiedenster Daten: Datenbanken, Texte, Dossiers, Briefe,


Photos, Musik u. v. m.
- Arbeiten immer und überall, Flexibilität
- Unterhaltung und Spass
- Vereinfachung von Überarbeitungsarbeiten: Korrekturen, Planungen
- E-Banking und andere Web-Dienstleistungen


Analyse der Handlungsbedingungen

- Technischer Fortschritt
- Laptops sind erschwinglich geworden (Finanzen)
- Wireless-Netzwerke sind flächendeckend und teils auch im privaten Bereich vorhanden


(Stadt St.Gallen: Wireless für alle) (Infrastruktur)
- Laptop als Pflicht für Studium (Infrastruktur)
- ICT im Schulzimmer (Bildung, Infrastruktur)
- Auswirkungen auf die Gesundheit sind nicht abschliessend geklärt (Gesundheit)

Fachliche Aufarbeitung

Aktion „24 Stunden ohne PC“
http://www.shutdownday.org/

Quellen von Elekrosmog (beinhaltet verschiedene Links)
http://www.bafu.admin.ch/elektrosmog/01079/index.html?lang=de

Gesundheitliche Auswirkungen von Elektrosmog
http://www.bafu.admin.ch/elektrosmog/02095/index.html?lang=de

Gesundheitsrisiken von Wirelesslan
http://www.bag.admin.ch/themen/strahlung/00053/index.html?lang=de

Schule befürwortet Wireless in Klassenzimmern nicht
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/25/25177/1.html

Biologische Wirkung von hochmagnetischen Feldern
http://www.risiko-elektrosmog.de/Basiswissen/Mobilfunk/Semm-Gutachten.htm

Hochfrequente Strahlung und Gesundheit
http://www.buergerwelle.de/pdf/hochrequente_strahlung_u._gesundheit.pdf



Umsetzungskonzept





Umsetzung / Ideen
Voraussetzung:
- ca. fünf alte Laptops wurden organisiert (regionaler Werkhof / Dorfkooperation)
- Bestandteile benennen, in dem wir einen alten Laptop auseinander bauen
- Software (Programme / Lernsoftware)
- Hardware
- Akku (Nachhaltige Behandlung)
- Prozessor
- Platine
- Festplatte
- ...
- Herstellung behandeln
- Fliessbandarbeit
- Arbeitsmarkt
- Zunehmende Automatisierung
- Weg eines Laptops (von China bis nach St.Gallen)
- Umweltauswirkungen
- Transportmittel
- Aufwand / Kosten
- Soziale Kommunikationsmöglichkeiten (Vor-/ Nachteile)


- Paralleles Leben im Internet


- (Second Life)
- E-Mail
- Chat
- Virtuelle Welten
- Suchtpotential
- Globale Vernetzung
- Arbeitssituation - Veränderung durch Laptops
- Veränderungen
- Chancen
- Verlagerung des Arbeitsmarktes
- Beschleunigung der Produktivität
- Ökologie
- Wohin mit dem Schrott?
- Warum nicht normale Entsorgung?
- Recycling
- Auswirkungen
- Mensch
- Kopfschmerzen
- Müdigkeit
- Verhaltensauffälligkeiten
- ...
- Natur
- CO2 Ausstoss
- Produktionsausschuss
- Deponien




Überprüfung der Qualitätsmerkmale



Fokus Kind
- Kindgemäss: Interesse an Laptops ist in diesem Alter erfahrungsgemäss gross.
- Lebensnähe: In der Schule arbeiten wir mit Laptops (ev. auch zu Hause).
- Gegenwartsbezug und Zukunftsbedeutung: Wir leben in einer Zeit, in der die Benutzung von

PC / Laptop sehr aktuell ist und auch bleiben wird. Auch in der zukünftigen Arbeitswelt sind


Laptops an der Tagesordnung.

Fokus Sache
- Sachgemässheit: Verweise auf Links / Kritische Betrachtung der Strahlentheorien
- Multiperspektivität: Verweis AO (Perspektive Ökologie / Ökonomie / Soziales / Technik)
- Wert- Sinnesorientierung: Bewusstmachen der Vor- & Nachteile der modernen Technik

Fokus Lernen
- Exemplarizität: Alter PC genau untersuchen und mit neuem vergleichen / Second Life /


globale Kommunikation (Vernetzung) / Auswirkungen auf Umwelt
- Problemorientierung / exploratives Lernen: Globale Handel / Arbeitsmarkt /


Umweltverschmutzung
- Handlungsorientierung: PC auseinander nehmen und bestimmte Teile bearbeiten / Mails /


Prävention
- Originale Begegnung / Realanschauung: Lernausflug in ein Herstellungszentrum (Bsp: Acer


Service Center Dietikon)
- Prozess- und Ergebnisorientierung: Nicht alles was neu ist glänzt / kritische aber gesunde


Haltung gegenüber moderner Technik
Ziel: Selbständigkeit

Montag, 4. Juni 2007

Bring- und Hol-Aktion

Wir wählten unsere Gegenstände nach dem Kriterium "Was brauche ich wirklich nicht mehr, ist aber noch attraktiv genug" aus. Bei den Büchern ging die Auswahl aber nicht so zügig vonstatten wie bei den restlichen Gegenständen. Schlussendlich nahmen wir die Sachen daher leichten Herzens mit an die PHR.
Da die Gegenstände auf den Tischen nicht den Eigentümern zugeordnet werden konnten, verlief die Tauschaktion recht unpersönlich und daher auch "emotionsfrei".
Alle unsere Gegenstände fanden neue Besitzer. Unsere Gegenstände erwiesen sich als hochgradig brauchbar.
Wir haben mehr verschenkt als genommen, wohl auch aus dem Grund, dass wir als Männer kaum Verwendung für Frauenschmuck und dergleichen finden.

Aebius meint zur Umsetzung in der Schule: Während der Mittelstufe organisierten wir im kleinen Rahmen unter Kollegen eine ähnliche Tauschaktion. Allerdings machte ich die Erfahrung, dass nicht alle gleichwertige Gegenstände zum Tausch anboten. Das soll andererseits aber auch zum Handeln anregen.
In der Schule könnte eine Tauschaktion "präpekuniäre" Wirtschaftsformen, sprich Tauschhandel zwischen Eingeborenen und Besetzern o. ä. simulieren.

Rainer sieht eine Tauschaktion im Rahmen der Grundschule dann, wenn man die mitzubringenden Gegenstände eingrenzt. Bsp: Spiele. So würden die Spiele neues Interesse wecken und allen wäre gedient.

Donnerstag, 31. Mai 2007

Wandervogel

In meinen Kindheitstagen „musste“ ich immer mit meinen Eltern wandern gehen. Am Wochenende musste ein Berg bestiegen werden, einmal im Jahr ging es auf den Säntis und in den Sommerferien war es klar, dass wir in die Wanderferien gehen. Diese Wandererlebnisse haben mich geprägt.

Ich habe bewusst das Wort „musste“ benutzt im ersten Satz, weil ich nicht immer Freudensprünge gemacht habe, als es hiess, dass wir in die Wanderferien gehen oder einen Tagesausflug machen. Gerade als Teenager wäre ich gerne mal ans Meer in die Ferien geflogen, wie halt alle anderen auch. Heutzutage bin ich wahnsinnig froh, dass ich so viele Stunden in den wunderbaren Bergen verbringen durfte. Wenn das Wetter stimmt, dann zieht es mich oft wieder auf verschiedene Hügel und Berge. Das Gefühl, wenn man ein Ziel, oder besser gesagt, den Gipfel erreicht hat, ist einfach unbeschreiblich.
Ich liebe das Wandern, weil ich erstens immer mit Menschen unterwegs bin, die mir sehr nahe stehen und zweitens, weil mir der Aufenthalt in der Natur sehr viel Kraft und Energie gibt. Am allerliebsten gehe ich auf einen Hügel oder Berg, der nicht so bekannt ist. An solchen Orten kann man die Stille und Unberührtheit der Natur voll und ganz geniessen.

Wenn man beim Wandern noch auf Tiere stösst, dann ist der Ausflug noch bereichender. Wir haben im Winter beim Schneeschuhwandern ein Auerhuhn gesehen, welche vom Aussterben bedroht sind. Das Beobachten von Steinböcken und Murmeltieren bereitet mir grossen Spass. Unglaublich, wie diese Tiere leben!

Wenn ich an meine spätere Berufspraxis denke, dann ist für mich klar, dass ich den Kindern die Schätze in unserer Natur nicht vorenthalten möchte. Leider gibt es nicht mehr viele Familien, die ihre Freizeit in den Bergen verbringen. Deswegen werde ich Schulreisen machen, die in die Berge führen...

Mittwoch, 30. Mai 2007

Komm rauf, kannst runter schauen

Nein, auf dem Säntis war ich nicht über Pfingsten. Ich erklomm per Bike den Tanzboden, den höchsten Punkt meiner Hausrunde samstags und sonntags frühmorgens mit der Absicht, die Stundengrenze zu knacken. Ans Gipfelkreuz gelehnt kann man weite Teile des Toggenburgs, des Zürichsees und der Glarner Alpen überblicken. Je nach Wetterlage lassen sich auch die Dampfsäulen von Kernkraftwerken in der Ferne erkennen.
Es lässt sich dort oben demnach nicht nur die Ursprünglichkeit der Natur erkennen, sondern auch die Zeichen menschlichen Wirkens. Das Weg- und Strassennetz erschliesst praktisch jeden Hügel, zeitweise knattert der Dieselgenerator der „Tanzbodenbeiz“ (reichen die 288 Solarzellen auf dem Dach nicht aus?). Diese Infrastruktur soll uns daher dienen, die Natur bewusst zu erfahren. So beobachtete ich am nebligen Sonntag einen Vogel, der abwechselnd klicken und pfeifen konnte (Wer kennt den?). Kaum fünf Meter davon entfernt jagte ein roter Kater einem Strohhalm hinterher. Ich wäre gerne noch etwas länger dort oben geblieben, nur war es etwas zu frostig im verschwitzten Trikot.
Montags entdeckten wir während eines Marsches entlang der Thur einige wunderschön gelegene Sandbänke und Wasserfälle. Was gibt es besseres als bei Regenwetter in der weissen Gischt zu stehen?

Agenda 21

Gleich vorneweg: Otto Herz trifft den Nagel auf den Kopf mit dem Satz, dem ich nur beipflichten kann:

„Wer die Welt verstehen will, der mache die Augen auf und nicht den Mund.“

Nun aber zu Einflüssen der Agenda 21 in meinem zukünftigen Unterricht: Otto Herz beschreibt drei Fragen, die bei allen „sachlich-fachlichen Auseinandersetzungen“, nicht nur im M&U-Unterricht mitgestellt werden sollen:

Was war und ist diesbezüglich geschehen zur gleichen Zeit in anderen Regionen der Welt?

Was werden sie Folgen des Handelns und des Nichthandelns sein zukünftig im Blick auf die verschiedenen Regionen der Einen Welt?

Wie verträgt sich dies jeweils mit dem Anspruch der Globalen Gerechtigkeit?

Agenda-Themen sollen also nicht nur ein Unterrichtsthema an sich sein, sondern viel mehr in alle Bereiche des Unterrichts einfliessen. Ein Beispiel hierfür stammt aus meiner Mittelstufenzeit, wo ich mich innerhalb des Themas „Wale“ mit Umweltschutz und Greenpeace beschäftigte.

In Bezug auf unseren Blogtitel ist die Agenda 21 sehr konkret. Punkt 5 lautet: „[Im Bemühen um diese Ziele wollen wir] die Integrität der ökologischen Systeme der Erde schützen und wiederherstellen, mit besonderem Augenmerk für biologische Vielfalt und die natürlichen Prozesse, die das Leben erhalten und erneuern.“
„Blinder Aktionismus“ ist aber auch im Artenschutz verfehlt: Aktuelles Beispiel sind die Asiatischen Marienkäfer, die in Schweizer Gewächshäusern eingesetzt wurden, um auf biologische Weise den Blattläusen Herr zu werden. Nun vertilgen diese Käfer aber auch unsere einheimischen Marienkäfer. Die Agenda fordert im Punkt 6 daher den Pfad der Vorsicht, dort wo das Wissen an Grenzen stösst.

Dienstag, 29. Mai 2007

Die Natur als Speicher unserer Energie

Obwohl wir über die Pfingsttage nicht mit vielen Sonnenstunden verwöhnt wurden, war das Wetter gut genug um einen gemütlichen Spaziergang zu unternehmen. Zusammen mit meiner Freundin liefen wir der Thur entlang. Ich geniesse solche Momente sehr, nicht nur weil ich Zeit mit einer sehr lieben Person verbringen kann. Es ist auch die Natur.
Als gelernter Topf-/Schnittblumengärtner habe ich schon während meiner ersten Ausbildung die Natur lieben gelernt. Seit ich mich erinnern kann, finde ich in der Natur die nötige Energie für den Alltag. So verbrachte ich bereits Lernnachmittage auf der Schwägalp oder am Schwendisee. Ich fuhr (mit dem Roller - sorry!!!) dann jeweils an diese Orte, setzte mich irgend auf einen Stein und begann zu lernen. Diese Ruhe und Abgeschiedenheit hat mich schon als kleiner Junge geprägt.
Doch zurück zu meinem Spaziergang am letzten Wochenende. Ich lief also nicht zum ersten Mal auf dem Fussweg in Richtung Ebnat-Kappel und konnte komplett vom Alltag abschalten. Wir leben in einer sehr stressigen Zeit und gerade jetzt bin ich um jede Minute froh, in der ich mich auf die bevorstehenden Prüfungen vorbereiten kann. Doch in diesen rund 60 Minuten war es ganz anders. Ich genoss die Natur, die pfeifenden Vögel, die Kühe, das grüne saftige Gras…ich konnte es einfach nur geniessen.

Genau so sollte es meiner Meinung auch sein. Raus aus dem stressigen Alltag und hinein in die erholsame Natur. Dieser Erholungsraum muss erhalten bleiben, denn ansonsten sehe ich schwarz für die Menschheit. Eine Menschheit ohne Energiereservoire Natur würde nach kurzer Zeit durchdrehen.

Altenrhein - Reich der Vögel und Tiere

Am Pfingstfreitag erholte ich mich zusammen mit meiner Freundin einmal mehr in der Region Altenrhein. Wir liefen von Rheineck aus bei herrlichen Wetter in die Region Rheinspitz durch einsame Waldwege und teilweise moorartige Landschaften. Von einem Hobbyornithologen weiss ich, dass es in dieser Region ein grosses Vögelvorkommen hat, welche von Russland über die Schweiz nach Afrika fliegen. Desshalb ist es eine ausgesprochen lohnenswerte Sache, den Feldstecher mitzunehmen und sich einfach mal eine Stunde für freie Beobachtungen Zeit zu nehmen.

An diesem herrlichen Tag beobachteten wir im Rheinspitz viele verschiedene Vögel. Die Stille um uns war einzigartig. Ausser das Gezwitscher dieser Tiere war überhaupt nichts zu hören. Dies genossen wir unheimlich. Wir überlegten uns, wesshalb man eingentlich (wir sind da auch eingeschlossen) immer die Ferne sucht und auf weite Reisen geht, um irgendwelche tolle Ferien zu erleben. Man findet in dieser Region eine unglaubliche Artenvielfalt vor, von welcher viele Bewohnerinnen und Bewohner dieser Region nicht einmal Kenntnis haben. Einige Mövenarten sind beispielsweise in der Schweiz und auch in Europa vom Aussterben bedroht. Ich habe mir sagen lassen, dass es gerade von diesen Species in der Region Bodensee noch "viele" davon hat. Dies ist eigentlich eine unglaubliche Sache!!

Für den zukünftigen Schulunterricht heisst dies für mich, dass ich das Thema Vögel für die Primarstufe ausgesprochen sinnvoll finde. Dies gilt auch auch für diese Thematik: Nicht einfach alle Teile des Knochengerüsts eines Vogel (ist schon auch wichtig) auswendig lernen. Vielmehr sollten Fragen in Zusammenhang mit dem Umweltschutz, der aktuellen Klimaproblematik oder der Nutzung unseres Lebensraum im Zusammenhang angesprochen werden.

MaMo

Montag, 28. Mai 2007

Rückmeldung zu den Posts bis 25. Mai und der Gruppenarbeit vom 21. Mai

Liebe Gruppe "rote Liste"
Eure Vernetzungsbeispiele haben mir eingeleuchtet. Bei den Posts zur Motivation ist mit der von aebius aufgefallen: Anders sein wollen als Durchschnittsschweizer kann durchaus auch eine Motivation sein! Bei den Schulthemen für BNE habe ich beim Text von Rainer gestutzt: Was wird in diesem Text unter "Forschung" verstanden? Wenn da "Erforschung und Eroberung"- gemeint ist, dann kann ich den spekulativen Text noch halbwegs begreifen, aber trotzdem, die Welt ist nun mal so, wie sie ist und Fehler können nicht rückgängig gemacht , sondern es muss vorwärts geschaut und sinnvoll gehandelt werden.
Zu eurer Gruppenarbeit: Ich denke, dass ihr die wichtigsten Punkte begriffen habt. Das Abfallsammeln im Wald als weiterführende Idee finde ich nicht sehr sinnvoll, obwohl das häufig gemacht wird: Die Kinder sammeln den Abfall anderer und dies hat keine Auswirkungen auf das Fehlverhalten dieser anderen.
C. Stucky

Freitag, 25. Mai 2007

Armut - ein Gemach des Menschen?

Dieser Blog soll die Sicht von Armut einmal von einer anderen Seite beleuchten. Ich will gleich zu Beginn sagen, dass der Inhalt dieses Textes nicht meiner Meinung entsprechen muss.

Auf der ganzen Welt herrscht Armut. Sei dies in Europa mit Familien, welche unter misslichsten Bedingungen leben müssen, in Südamerika, wo wir täglich grauenvolle Bilder zu sehen bekommen oder in Afrika, wo fasst jedes zweite Kind unterernährt ist.... Diese Liste könnte noch lange erweitert werden, doch ich frage mich, warum diese Menschen plötzlich in Armut leben müssen?!
Kann es sein, dass durch die Forschung von uns Reichen solche Lebensqualitäten aufgedeckt wurde und wir mit unserem Wohlstand grosse Töne über den „schönen“ Lebensstil von uns gaben?
Kann es sein, dass wir begannen diese Länder mit irgendwelchen Spenden zu beglücken, obwohl sie gar nicht wussten was damit anzufangen? Kann es sein, dass diese Länder durch unsere Mithilfe „das europäische Glück“ sahen und erreichen wollten, obwohl dies von den Gegebenheiten überhaupt nicht möglich ist? Kann es sein, dass der europäische Lebensstil überhaupt nicht nach Afrika oder Südamerika passen würde?

Was wäre, wenn wir nie mit Forschungen begonnen hätten? Kann es sein, dass wir Europäer unser Leben leben würden und die Afrikaner ihres? Sie würden ihr traditionelle Leben weiter führen ohne TV, Computer, etc! Sie wären glücklicher, da sie nie mitbekommen würden, was möglich wäre.

Ich bin auf eure Reaktionen gespannt!!!
Komme ich noch kurz auf die Schule zu sprechen: Ich finde es wichtig, dass wir den Kindern aufzeigen in welchem Wohlstand wir aufwachsen. Denn gerade die Kinder wollen immer alles und sind unglücklich, wenn sie einmal etwas nicht bekommen. Solche Themen sollte man unbedingt im Schulzimmer thematisieren, denn es bringt die Kinder zum Nachdenken (auch wenn dies nur für kurze Zeit ist, aber sie denken nach).

Ich bin auf eure Reaktionen gespannt!!!

Donnerstag, 24. Mai 2007

Agenda 21 in der Schule

Schon vor dem Lesen des Artikels wusste ich, dass man Nachhaltige Entwicklung im Unterricht behandeln muss. Nachdem ich mich durch den Text „geackert“ habe, wurde mein Bild vom nachhaltigen Unterricht etwas differenzierter.

Folgende Sätze in diesem Artikel fand ich besonders spannend: „Die Agenda 21 trägt insbesondere das Antlitz von Kindern. In den Chancen der Kinder dieser Einen Welt in Gegenwart und Zukunft wird die intergenerationelle Gerechtigkeit real – oder es wird keine ingergenerationelle Gerechtigkeit in Globaler Partnerschaft geben.“ Wenn nicht wir Lehrpersonen die Kinder – unsere Zukunft – auf die Agenda 21 sensibilisieren und sie dazu anregen, nachhaltig zu handeln, wer macht es sonst???

Nun möchte ich etwas konkreter werden. Was kann ich in der Schule machen? Ich möchte einige Punkte aufzählen, die ich in der Lektüre als spannend erachtet habe: Was ich sehr gerne mal mit meinen Kindern machen möchte, sind die öffentlichen Präsentationen. Man könnte in der Klasse ausrechnen, wie viel CO2-Ausstoss eine vierköpfige Familie in einem Tag macht. Diese Menge könnte man mit Steinen darstellen und nebenan die Steine (CO2- Ausstoss) hinlegen, die eine vierköpfige afrikanische Familie produziert. Diese „Produkte“ könnte man in einem Schaufenster eines Warenhauses ausstellen und mit Plakaten Erklärungen abgeben.
Eine andere Variante wäre eine Zusammenarbeit mit ausserschulischen Partnern. Da könnte man, um gleich auch noch auf unser Blogthema zu sprechen zu kommen, einen Tierschützer ins Schulzimmer einladen, der uns erzählen kann, was wir gegen das Artensterben unternehmen können.
Mich beeindruckte zudem, dass es Agenda 21 Schulen gibt, die in ihren Schulprogrammen ihre Leitsätze zur Nachhaltigen Entwicklung formuliert haben. Ich denke, man könnte auch bei uns in den Schulen solche Leitsätze in die Leitbilder aufnehmen.

Schlussendlich empfinde ich es einfach als sehr zentral, dass wir unseren Kindern die Probleme dieser Welt und die Agenda 21 vor Augen halten und ihnen Wege aufzeigen, wie wir nachhaltig handeln können.

Dienstag, 22. Mai 2007

Wasser – Umweltwissen, Globales Lernen und Nachhaltige Entwicklung

Die rund 40 Agendakapitel, welche die drei Dimensionen nachhaltiger Entwicklung Ökologie, Ökonomie und Soziales berühren, bergen für den alltäglichen Schulunterricht enorm viel Potential. Ich wünsche mir sehr, immer wieder einzelne Aspekte dieses Potentials in meinem zukünftigen Unterricht einbauen zu können. Dabei möchte ich hauptsächlich auf eine optimale Vernetzung achten: Gegenwart mit Zukunft, Umwelt mit Wirtschaft und Sozialem und lokale mit globale Aspekte sollen miteinander in Verbindung gebracht werden.
Nehmen wir das für unser Leben bedeutende Agendakapitel Wasser. Dieses grundlegende Element ist bei uns in Europa normalerweise genügend vorhanden. Doch in den letzten Wochen war auch in einigen höher gelegenen Gebieten der Schweiz das Wasser teilweise Mangelware. Wichtig ist somit für den Unterricht, dass man dieses Element auf jeden Fall mehrperspektivisch betrachtet. Im sozialen Bereich kann beispielsweise der Wasserhaushalt, die Wasserversorgung oder der in vielen Ländern herrschende Wassermangel thematisiert werden. Im Bereich der Ökologie das Element selbst, welches im direkten Zusammenhang mit dem Wetter und beispielsweise mit Umweltkatastrophen steht. Aus ökonomischer Sicht geben immer wieder Wasserkraftwerke, Kläranlagen oder auch das Trinkwasserversorgungsnetz zu reden. Ich könnte an dieser Stelle noch tausend weitere Beispiele nennen. Auch ist es schwierig, diese drei Dimensionen auseinander zu halten. Alles ist miteinander vernetzt. Aus meiner Sicht ist es in einem Schulzimmer nicht sinnvoll, das Element Wasser zu untersuchen und Begriffe sinnlos auswendig zu lernen. Ich wünsche mir vielmehr ein mehrdimensionales Denken in unseren Schulzimmern.
Ein Problem, welches ich auch während meinem Unterrichten immer wieder feststellte, war, dass Umweltwissen zwar erhöhtes Bewusstsein für Gefahren zeugt und wir sie schützen müssen. Doch es klafft meistens eine Lücke zum wirklichen Handeln. Deshalb sind wir in der Schule gefordert, Wertediskussionen zu führen und besondere Anreize für Kinder zu schaffen, um die Schülerinnen und Schüler zum aktiven Tun zu bewegen. Ziel des Globalen Lernens ist es aus meiner Sicht, Alltägliches im globalen Zusammenhang zu sehen wie beispielsweise der tägliche Wasserverbrauch eines Menschen oder einer ganzen Nation. Auch sollte es möglich sein, am einzelnen Thema eine persönliche Einstellung zu entwickeln. Zum Beispiel verurteilen Schülerinnen und Schüler das Abzapfen des Wassers aus dem zwischen Kasachstan und Usbekistan liegenden Aralsee um Nahe gelegene Golfplätze und Hotelanlagen für Touristen zu bewässern. Schliesslich sind es dann die Kleinbauern und Haushalte, welche mit einem Wassermangel zu kämpfen haben.

Aus meiner Sicht muss eine Lehrkraft den Schülerinnen und Schülern solche Inhalte nicht vorkauen, sondern sie müssen mit diesen Thematiken und Informationen selbst ein Weltbild sich ein eine Meinung bilden können.

MaMo

Montag, 21. Mai 2007

Gruppenbeitrag

Nachhaltige Zukunft

1. Plakatwahl

US / MS Wald


2. Gründe für die Wahl
· Zugänglich
· Aktuell
· Gibt immer weniger Kinder, die etwas über Natur wissen
· Kinder gehen immer seltener in den Wald
· Lehrplanbezug

3. Unterschied zu herkömmlicher Unterrichtseinheit
· Entdeckend
· Handlungsorientiert / lebensnah
· Findet vor Ort statt
· Wald als Schulzimmer (ausserschulischer Lernort)
· Wenige dafür qualitativ hochstehende Experimente
· Andere Perspektive

4. Teilkompetenzen
· Sie kennen Ursachen sowie Folgen aktueller Trends der gesellschaftlichen Entwicklung und können Vor- und Nachteile diskutieren, die sich daraus für verschiedene Akteurgruppen, für die natürliche Umwelt und für die Gesamtgesellschaft ergeben.
· Sie können die Eintretenswahrscheinlichkeit von Zukunftsszenarien beurteilen.
· Sie können die Reichweite ihres eigenen Wissens einschätzen und sind bereit, ihre eigene Perspektive zu der Anderer in Beziehung zu setzen und zu hinterfragen.
· Sie sind bereit, individuell und kollektiv Verantwortung zu übernehmen für die Lebensumstände ihrer Mitmenschen, künftiger Generationen und nicht-menschlicher Lebewesen.

5. Didaktischen Prinzipien?
· Visionsorientierung
o Vision: Was wäre wenn es keinen Wald gäbe?
· Handlungs- und Reflexionsorientierung
o Waldgang
o Was braucht der Mensch? (siehe Plakat unten rechts)
· Entdeckendes Lernen
o Welche Funktionen hat der Wald?

· Vernetzendes Lernen
o Der Mensch braucht – der Wald braucht?
· Zugänglichkeit
o Lebensnah
o Waldgang
· Partizipationsorientierung
o Durch viele Reflexionen wird Partizipation selbstverständlich

6. Weitere Teilkompetenzen und Konkretisierungen
· Sie erkennen, dass Fragen im Zusammenhang mit Nachhaltiger Entwicklung komplex sind und mit Wertentscheidungen einhergehen.
o Im Sinne, dass die Kinder erkennen, dass Nachhaltige Entwicklung nicht nur eindimensional sonder auch ökologisch-sozial und wirtschaftlich ist.

· Sie können beurteilen, wo und auf welcher Art und Weise sie selber einen Beitrag zur gesellschaftlichen Entwicklung in Richtung Nachhaltigkeit leisten können, und sie können die mögliche Wirkung dieser Einflussnahme abschätzen, um gestützt darauf zu entscheiden, ob ein entsprechender Einsatz sinnvoll ist.
o Abfall im Wald sammeln (jährliche Waldsäuberung fix im Schulprogramm)

7. Umsetzungsmöglichkeit eines / mehrerer did. Prinzipien
· Vernetzendes Lernen – Zugänglichkeit
o Sinne im Wald wahrnehmen
§ Nacht im Wald verbringen
§ Tiere beobachten
§ Sehen – hören – fühlen – riechen
§ Wasserrad aus Schwemmholz bauen
· Entdeckendes Lernen
o Was findet man auf einem m2?

Samstag, 19. Mai 2007

Unseren Kindern zuliebe...

Ich handle nachhaltig, weil ich an die nächsten Generationen denke. Meine Kinder und Kindeskinder werden uns dankbar sein, wenn wir unserer Welt Sorge tragen – und in naher Zukunft hoffentlich noch vermehrt auf die Nachhaltigkeit achten werden. Darum erscheint es mir wichtig, gerade als Lehrperson, den Kindern Nachhaltigkeit vorzuleben und diesen Bereich auch in den M&U-Lektionen zu behandeln.

Meine Motivation, nachhaltig zu leben, schliesst auch noch andere Gründe mit sich: Als Naturfreak und Wandervogel liegt mir die Schönheit und Vielfalt der Natur besonders am Herzen. Ich wünsche mir, dass ich meinen Kindern diese Schönheit zeigen kann und ihnen bewusst machen, dass der Mensch viel von der Einzigartigkeit der Natur zerstört.

Leider bin auch ich nicht immer ein Vorbild. Wenn ich an meine lang ersehnten Sommerferien denke, überschattet ein nachhaltiger Gedanke meine Vorfreude ein wenig. Ich gehöre zu den ewigen Sommertouristen, die in den Ferien ans Meer fliegen – und dies mache ich nicht zum ersten Mal… Um mein Gewissen zu beruhigen, habe ich auf myclimate.ch den CO2-Ausstoss berappt. Eigentlich müsste dieser Beitrag obligatorisch werden – wenn man sich schon Ferien leisten kann, dann kann man auch noch die paar Franken für den CO2-Ausstoss aufbringen.
Abgesehen von den Flugreisen, die ich unternehme, muss ich noch zugeben, dass ich eine Autolenkerin bin, die sehr oft alleine im Auto unterwegs ist. Hier geht es schlichtweg um den Luxus und die Freiheit, die ich geniesse, ein Auto zu haben. Ist kein Auto vorhanden, ist man halt schon etwas gebundener: Man ist auf die öffentlichen Verkehrsmittel angewiesen, die nicht immer dann fahren, wenn man es möchte. Ich geniesse meine Abhängigkeit und Autonomie mit dem Auto und ich würde es ehrlich gesagt vermissen, wenn ich keines mehr hätte…

Nun noch zu unserem Gruppenblogthema: Obwohl ich ein tierliebender Mensch bin, trage ich nicht aktiv dazu bei, Tierarten zu schützen. Wahrscheinlich werde ich in naher Zukunft bereit sein, Geld zu spenden für solche Zwecke und natürlich noch nachhaltiger zu handeln als bisher.

Dienstag, 15. Mai 2007

Eine Frage der Ehre

Für mich steht gleich zu Beginn eine wesentliche Frage im Raum: Wo beginnt die nachhaltige Handlung? Ist dies bereits, wenn ich das Licht ablösche, wenn ich den Raum verlasse, denn Radio abstelle oder muss ich dafür mit dem Fahrrad die rund 3 Kilometer auf mich nehmen, damit ich sagen kann, dass ich nachhaltig Handle?

Aus meiner Sicht sind viele Dinge eine Sache der Erziehung. Verlasse ich einen Raum, so lösche ich das Licht ab. Oder wenn ich vor einer Barriere stehe, so läuft der Motor meines Autos nicht. Solche kleine Dinge sind sehr einfach zu erreichen. Ich muss dazu jedoch sagen, dass es nicht überall normal ist, dass das Licht gelöscht wird.
So sind sich zum Beispiel die Nordländer gewohnt, dass die Lampen immer brennen zu lassen. Dieses Verhalten begründe ich damit, dass es dort im Winter viel länger dunkel ist und daher das Licht als Lebensstandard benötigt wird.

Auf die Frage der Relevanz zu unserem Gruppenblogthemas lassen sich natürlich einige Zusammenhänge erkennen. Handeln wir weiter so unüberlegt, wird sich die Rote Liste sehr schnell verändern – leider in die negative Richtung. Die gefährdeten Tiere sterben ganz aus und neue noch nicht gefährdete kommen dazu. Natürlich sieht das bei den Pflanzenwelt kein bisschen besser aus.

Ich vertrete dazu die Meinung, dass wir Lehrpersonen die Kinder dazu bringen müssen, die einfachen Dinge richtig zu machen. Darunter verstehe ich, dass ein Papier in den Abfall kommt (und nicht auf den Boden), das Licht gelöscht wird, im Winter die Fernster nur kurz und intensiv geöffnet werden, der Fernseher nicht auf dem Standby-Modus gehalten werden, etc. Funktionieren diese einfach Dinge, so haben wir bereits sehr viel erreicht und es kann darauf aufgebaut werden…ich wünsche euch allen viel Erfolg dabei!

Montag, 14. Mai 2007

Ich und die Anderen

Die Frage, ob mich in erster Linie die Natur zu nachhaltigem Handeln motivieren würde, kann ich nicht vollumfänglich mit „Ja“ beantworten, obwohl ich in meiner Freizeit oft und gerne in der Natur weile. Verantwortungsgefühl? Schon eher. Doch denke ich während meinem Handeln nicht in erster Linie an die nachfolgenden Generationen. Momentan ist es für mich fast schon zu einem Sport geworden, Strom, Papier, Wasser und andere Ressourcen zu sparen. Ich sehe aber noch viel Potenzial, insbesondere was die Mengen an PHR-Papier anbelangt.

Die wohl innerste Motivation ist, anders zu handeln als der Schweizer Durchschnitt. Schaue ich aus dem Küchenfenster, kann ich unseren aus dem Kanton Zürich zugezogenen Nachbarn beobachten, wie er Pesti- und Herbizide auf seinem makellosen Rasen verteilt. Gleichzeitig wartet er auf den Einzug eines Vogelpaars in sein neues Vogelhäuschen. Nebenan wohnt eine dreiköpfige Familie, auf deren Parkplatz bisweilen vier Autos stehen. Darunter auch ein dickes Geländefahrzeug. Schaue ich aus dem Fenster meines Zimmers, so sehe ich einen anderen Nachbarn, wie er nach dem Autowaschen (auch hier ein SUV) das Seifenwasser in die Meteo-Kanalisation (die ja gar nicht über die ARA führt) giesst. Letzthin habe ich sogar seine Gattin gesehen, wie sie den Vorplatz staubsaugt. Kein Witz!

Nachhaltiges Handeln ist für mich also ein Ausdruck von Andersdenken. Das Ziel ist, bewusst zu handeln und mein Tun und Lassen in einem grösseren Zusammenhang zu sehen. Unser heutiges (Umwelt-)Wissen ist ja derart sprunghaft angewachsen, dass unnachhaltiges Handeln kaum noch mit Unwissenheit entschuldigt werden kann.

Von der Spinne zum Immunsystem

Die Spinne als Ausgangspunkt dieses Eintrags zu wählen, liegt auf der Hand. Sie ist Sinnbild der „Vernetzung“.
Nicht alle Menschen mögen Spinnen. Spinnen können Ängste auslösen und werden daher oft mehr oder weniger tiergerecht aus der Wohnung oder aus den Haaren entfernt. Ich habe aber schon ein Beispiel erlebt, wo sich eine Person ganz bewusst auf ein Zusammenleben mit einer grossen Spinne in der Wohnung einstellte, da sie keine Möglichkeit sah, die Spinne zu beseitigen. Die Spinne erhielt den Namen „Johann“.
Zurück zum Thema Vernetzung: Kleinlebewesen in der Wohnung zu haben, sprich Spinnen, Mücken, Ameisen u.v.m., gilt als unhygienisch und ist entsprechend verpönt. Eine steril gesäuberte Wohnung stellt für viele eine Maxime dar. Dies hat aber nicht nur Vorteile. Ich wage die Vernetzung der Spinne aus dem ersten Absatz mit der heutigen Gesundheitslage. Gerade Kinder leiden häufig unter allen möglichen Allergien. Unser Immunsystem scheint je länger je mehr auf dem absteigenden Ast zu sein. Als einen der Hauptgründe sehe ich den Hygienewahn, welcher sprichwörtlich die Möglichkeiten zur Abhärtung wegputzt. (Die Stadtluft ist auch ein Grund, ich lebe aber auf de Land). Manche Eltern verbieten ihren Kindern, im oder mit Dreck zu spielen, da es gesundheitsschädlich sei. Das Immunsystem kann sich aber nicht aufbauen, wenn es die Erreger nicht kennt, gegen die es arbeiten soll.

Dieses Beispiel soll zeigen, dass auch dort Zusammenhänge und Vernetzungen bestehen, wo man dies eigentlich nicht erwartet.
Neues Leben - Motivation pur!

Als ich kürzlich an einer Hochzeitsfeier mit dem 18 Monate alten Sohn meiner Cousine in einer Gartenlaube spielte und ihn auf die Schönheit der nahegelegenenen Blumenwiese Aufmerksam machte, spürte ich in mir eine unglaubliche Zufriedenheit. Der Kleine versuchte mit seinen Sinnen und seiner kindlichen Neugierde die Umwelt zu erkunden und "lallte" fröhlich vor sich hin. Seine glänzenden Augen, seine breiten Mundwinkel und seine äusserlich zufriedene Gesamterscheinung rührten mich völlig und weckten in mir echte Glücksmomente.

Solche Geschöpfe sind die Zukunft von morgen. Sie werden in ein paar Jahren oder Jahzehnten die Gestallterinnen und Gestalter dieser Erde sein. Für alle Handlungen mit negativen Auswirkungen an der Natur, welche sich vor ihrer Geburt ereigneten, können sie nicht verantwortlich gemacht werden. Doch die Folgen haben trotzdem sie zu tragen.
Gerade solche Momente wie im ersten Abschnitt sind für mich Motivation genug, mein Leben möglichst nachhaltig zu gestalten und auszurichten. Dies beginnt bei alltäglichen Dingen im kleineren Rahmen: Den Wasserhahn beim Zähneputzen abstellen, die Wäsche ev. vom Wind und der Sonne trocknen lassen, einheimische Produkte erwerben oder während des Schlafens alle elektronische Geräte ausschalten. Doch leider sind Verzicht und Sparsamkeit in unserer Gesellschaft noch zu oft Fremd- oder Scheinwörter. Wir haben uns an einen Lebensstandart gewöhnt, auf welchen wir nur ungern verzichten.

Ich denke vor allem, dass man über postive Erlebnisse und gefreute Momente die Kraft und Energie aufbringen kann, um wieder vermehrt etwas für zukünftigen Generationen zu tun! Dies sind wir den kommenden Generationen mehr als schuldig!

Mittwoch, 9. Mai 2007

Eine Welt voller Systemen

Wie entstand unsere Schule, unser Ausbildungssystem? Wem habe ich es zu verdanken, dass ich in die Schule gehen darf?
Die Schule existiert schon lange Zeit. Ich möchte nur kurz auf die Geschichte der Schule eingehen: Die Ägypter pflegten schon eine Art Schule zu betreiben, die natürlich nicht mit unserer Schule zu vergleichen ist. Auch schon zur Römerzeit wurde unterricht. In den Funden der Römerzeit sind Überreste vorhanden, die mit der Schule in Verbindung gebracht werden. Aus dieser Zeit stammt auch der Begriff Schule, der von scuola abgeleitet ist.
Ich habe nicht gewusst, dass wir die Schule der Kirche und den Klöstern zu verdanken haben, denn diese bildeten ihre Mönche im Lesen und Schreiben aus. Im 16. Jahrhundert wurde das Lesen und Schreiben immer wichtiger. Deswegen entstanden vor allem in den Städten Schulen, die für Laien gemacht wurden.

Unser heutiges Bildungssystem haben wir vielen Leuten zu verdanken. Viele Forscherinnen und Forscher, Reformpädagogen und Wissenschaftler (Montessori, Rousseau, Pestalozzi, usw.) trugen zu unserer Auffassung von Bildung bei. Damit aber das System Schule funktioniert, braucht es auch in der Gegenwart viele Menschen, die zum Bildungswesen beitragen. Ein herzlicher Dank sollte da allen Bildungspolitikern, dem Staat und nicht zuletzt auch den Lehrpersonen ausgesprochen werden.

Ein System, wie z. B. die Schule, besteht aus Einzelhandlungen, Gesetzmässigkeiten und Interpendenzen. Wenn in einem System etwas wegfällt, dann gerät dieses ins Wanken. Auch die Tierwelt besteht aus Systemen und gegenseitigen Abhängigkeiten. Ich möchte ein Beispiel erwähnen: Wegen der Überfischung der Weltmeere, gibt es in Kanada immer weniger Lachse, die zu ihrem Geburtsort schwimmen, um ihr Laich abzulegen. Die Bären in den Wäldern Kanadas ernähren sich von den Lachsen. Das Nahrungsangebot der Bären sinkt, d.h. immer weniger Bären können dort überleben. Weil die Überreste der gefressenen Lachse notwendig für das Fortbestehen Wälder sind (Kompost), sterben dort die Wälder ab, was wiederum den Lebensraum der Bären einschränkt. Ein Eingriff in ein System bedeutet also immer, dass es – früher oder später - Folgen hat. Viele bedrohte Tierarten leben in Systemen, die gefährdet sind. Die Auswirkungen werden wir erfahren…

Dienstag, 8. Mai 2007

Mücken als Grundlage unseres Lebens...

Einmal ganz ehrlich gesagt, können wir überhaupt ohne Hilfe von anderen überleben? Nehmen wir gleich einen ganz aktuellen Anlass – Laptop. Ich schreibe diesen Blog (vielen Dank an Bill Gates, ohne ihn könnte ich es nicht), brauche Strom für den Akku (danke an den englische Physiker und Chemiker Michael Faraday. Er entdeckte, dass man mit Magnetismus Elektrizität erzeugen kann), usw.
Das heutige Leben wäre überhaupt nicht möglich, ohne unsere Vorfahren. Auto- oder Zugfahrt, Bücher, Papier, Nahrungsmittel,…überall gibt es Leute, die dafür arbeiten müssen.

Auf die Frage, was ich dazu leisten kann: ein ganz kleiner Teil, wenn überhaupt! Meine Fähigkeiten im erfinderischen Bereich sind nun mal begrenzt.

Unser Blogthema besitzt ganz bestimmt viele Verbindungen mit unserem eigenen Leben. Tiere, welche bedroht oder ausgestorben sind ändert unser Lebensstil. Dies kann bewusst oder unbewusst erlebt werden. Spielt doch keine Rolle, ob eine Mückenart ausstirbt oder nicht. Doch wenn diese kleinen „Biester“ nicht mehr aufzufinden sind, entsteht daraus eine Lücke in der Nahrungskette eines anderen Tieres, dieses kann darauf ebenfalls in Gefahr kommen und aussterben. Die Reihe könnte immer so weiter geführt werden. Eventuell ist das nicht die Realität (mit der Mücke), doch bei bedeutenderen Tieren oder Pflanzen kann dies für gewisse Lebensarten entscheidend sein.